Nachts

Wenn ich die Augen schließe,
sehe ich nur noch ein kaltes blaues Ich hervorstehen.
Überdimensionierte Körperteile,
zerstückelt in Fetzen des Wahnsinn.
Es scheint als wäre ich Kind,
und wieder und wieder meiner Natur,
bleibe ich stehen, stehen im Jetzt und Hier.
Was will ich,
ist dann die nächste Frage.
Was kann ich, quält
mich mein Geist.
Und wenn die Augen offen sind,
zerbricht es in mir, das Kind und wird ernst,
wie einst ein Paukenschlag.


28.01.2012 Absturz Leipzig

Party im Absturz Leipzig

Flyer

BalkanBeats | Klezmertunes | Gipsy Swing
mit Rot & Honig
Visuals Komell.com, Steffen Koch (Queps)


Manchmal

Manchmal wenn mich der Abgrund
an dem Rande meines Weges wieder einmal
zu sehr zieht,
möchte ich mich tief hinunter begeben.
Tief in das Innere der Erde, dem Dunkeln,
welches kein Licht an mich lässt.
Dort vertieft mit mir und nichts anderem,
möchte ich schlafen und dem Winter
und der Reinigung des Lichtes entgehen.
Hier im dunklen Nichts, tanke ich mich auf,
und setze dann nach nur kurzer Zeit
meinen Balanceakt auf dem Rande fort.


Die Aufgabe

Als mich der Schatten des Lebens ereilte,
lief meine grenzenlose Liebe für Jenes
über das Auge des Sturmes.
Ich merkte das Raum und Zeitigkeit
bloß eine Vorstellungskraft meiner Suggestion ist
und nahm den Strohhalm einmal mehr am Ende.
Die Freiheit alles zu akzeptieren,
gießt in meinen Körper die Energie
um noch nicht still zu stehen und
meine Beweggründe zur linearen Lebensweise
weiter zu verfolgen.

Am Ende meiner Zeit gehend.


Liebe

Las los was du liebst.
Kommt es zurück,
war es nie weg.
Bleibt es weg,
war es nie da.


Die Spiralen

Die spiralförmige Lebensweise ist hierzulande eine Weitverbreitete.
Jeder baut sich um seine Zelle ein spiralförmiges Labyrinth.

Er kauft sich Land um dieses zu besetzen und
versucht ein weit verzweigtes System an Für und Wider um sich selbst zu bauen.

Mit eigenen kultischen Handlungen werden nun diese Spiralbauten gefüllt.
Er selbst kennt den kürzesten Weg durch diese Bauten.
Will jemand zu Ihm, entscheidet er welche Schotten er dicht macht,
um dem anderen bloß nicht die Wahrheit des Ich´s zeigen zu müssen.

So leben wir Spirale an Spirale und versuchen uns von Zeit zu Zeit
in der Kunst des Erklimmens einer fremden Spirale.
Doch zum Kern können wir nur selten vordringen,
weil sonst die Sinnlosigkeit der Spirale zum Vorschein kommen könnte.


Das gekonnte Sein

Das gekonnte Sein ist der stetige Inbegriff eines Lebens im Moment.

Der Moment ist die höchste Annehmungsstufe der Entscheidung. Der Entscheidungsmoment wird vom Entscheidungsmoment abgelöst und trägt so zu jeglicher Relevanz bei. Wird eine Entscheidung auf später vertagt, ist die Entscheidungskette unterbrochen.

Nun muss der Moment ausgetauscht werden und als Ersatzbefriedigung verstanden sein.


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16.12.2011 Absturz Leipzig

BalkanBeats | Klezmertunes | Gipsy Swing
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Die Woche über ein Computerladen und am Wochenende eine Partylocation.


Das Ende der Dialektik

Das Ende der Dialektik im Denken ist die Befreiung der Gerichtetheit des Seins.

Das Bewusstsein über die Bandbreite jeglicher Erscheinungen öffnet das Tor und lässt die Sichtweise des Einzelnen verstummen.

Die Differenziertheit der Dinge, aus der dialektischen Sichtweise entstanden, verschwimmt wieder zu einem ganzen, ohne eine Betonung.

Dieser Augenblick zeigt das nichts, das wirkliche einzige Wahre.

Denken ist dann der Weg zurück zu den erscheinenden Dingen. Die Struktur des Anfangs und des Endes am Start und Ziel des aus dem Nichts entstehenden.

Dieses Wissen das alles verschwindet und verschwunden ist, befreit die menschliche Tragödie, und Suche wird ersetzt mit Sein.


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